RFID bei Rossmann
10. August 2009 12:53: Heute war ich bei Rossmann und wollte ein paar Digitalfotos wegbringen.
Da sehe ich, dass man an dieser Digi-Foto-Station eine neue Kundenkarte braucht. Hm, ich also zur Kasse und lasse mir so eine geben. Komisch, da sind ja gar keine Kontakte mehr drauf und die fällt einfach so labberig in den Schlitz - dabei piept das Gerät aber als Quittierung.
Offensichtlich haben die also von einem kontaktbasierten System auf RFID umgestellt. Wieso das denn? Das kostet doch massig Geld den Leuten neue Karten zu geben, die Geräte auszutauschen...
Ich habe die Karte dann wieder zurückgebracht und mich gegen den Besitz einer solchen Entschieden, da die ja - ok, ich kenne die Reichweite nicht genau, aber eine normale Plastikkarte kann eine große Antenne enthalten und damit auch eine ordentliche Reichweite haben - auch bspw. am Eingang ausgelesen werden könnte. Dazu bräuchte ich nicht einmal etwas in dem Laden zu kaufen.
Da ich aber sehr gerne zu Rossmann gehe, ist mir schließlich doch noch was zu deren Ehrenrettung eingefallen. Ich hätte wahrscheinlich auch von einem kontaktbasierten System auf ein kontaktloses Kundenkartensystem umgestellt. Nicht damit ich meine Kunden überprüfen kann, sondern weil es einfach wirtschaftlicher ist. Wenn ich ein kontaktbasiertes Lesegerät nehme (ich vermeide extra den Begirff Smartcard;) dann habe ich entweder Schleifkontakte oder Senkkontakte. In den Fotomaschinen sind garantiert Schleifkontakte drinnen. Die haben aber auch nur eine begrenzte Lebensdauer in Bezug auf die Steckzyklen.
D.h. im Zweifelsfall muss ich an einer gut besuchten Station alle zwei, drei Jahre die Lesegeräte austauschen. Das Problem habe ich mit einem RFID-Lesegerät nicht, so dass sich die Dinger schon bald amortisiert haben.
Mit RFID kann tatsächlich sehr viel Schindluder betrieben werden, hat hier technisch und wirtschaftlich gesehen aber durchaus auch Vorteile. Dennoch habe ich mich dagegen entschieden, dies mitzumachen.

